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Ringen: Chronik

1970 - 1979

Am 15. Mai 1970 wurde die Ringerabteilung der TSG Nattheim gegründet. Initiator dieses Vorhabens war Gerhard Böhm, welcher 1966 beruflich von Ulm nach Nattheim wechselte.

Durch zahlreiche Spenden der Nattheimer Geschäftswelt und begeisterter Ringerfans konnte schon nach wenigen Wochen eine Matte beschafft und mit dem Training begonnen werden.

Bereits im Gründungsjahr wurde zu den Rundenkämpfen der Bezirksklasse eine Mannschaft gemeldet. Diese bestand aus folgenden Ringern:

  • Alfred Rößler, Eugen Kuhn, Gerhard Böhm, Dieter Klement, Günter Häußler, Heinz Sommer, Manfred Frey, Hartwig Schanzel, Arnold Lanzinger, Gerhard Kraus, Karl-Eugen Mayer, Werner Bosch, Hans-Dieter und Horst Schenek.

Die Mannschaftskämpfe waren von Anfang an gut besucht und die Nattheimer belegten auf Anhieb den dritten Tabellenplatz. Wider erwarten hatte sich das Ringen in Nattheim nach kurzer Anlaufzeit etabliert. Bereits in der Saison 1973/74 wurde die TSG erstmals Meister in der Bezirksliga und stieg in die Landesliga auf. Nach dem bitteren Abstieg im folgenden Jahr schaffte die Mannschaft 1975/76 gleich wieder den Aufstieg in die neu gegründete Verbandsliga.

Im Juni 1979 verpflichtet der Abteilungsleiter den früheren persischen Spitzenringer und langjährigen Trainer des SVH Königsbronn Nasser Salsal als neuen TSG-Trainer. Pünktlich zum 10-jährigen Abteilungsjubiläum wurde der Aufstieg in die Oberliga geschafft.

Den entscheidenden Kampf gewannen die Nattheimer vor rund 700 begeisterten Fans mit 31:9 Punkten in der legendären Gemeindehalle.

Die chronologische Auflistung der folgenden Jahre zeigt, dass sich die TSG Nattheim in Württemberg und auch über die Landesgrenze hinaus einen Namen geschaffen hat.

1980

Im ersten Jahr in der Württ. Oberliga wird auf Anhieb die Meisterschaft errungen.

1981

Das Jahr beginnt mit den beiden Aufstiegskämpfen zur zweiten Bundesliga, welche gegen den starken bayrischen Oberligameister Johannis Nürnberg mit 26:13,5 und 33:7 verloren wurden.

Hinter der KG Aalen-Königsbronn erreicht die Mannschaft den zweiten Platz in der Oberliga. Dieser berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegskämpfen zur zweiten Bundesliga-Süd gegen den bayrischen Meister SV Wacker Burghausen. Nattheims Gemeindehalle ist am 16. Januar 1982 mit rund 800 Zuschauern restlos ausverkauft, als nach dem Vorkampfsieg auch der Rückkampf gegen Burghausen gewonnen wird. Der Aufstieg wurde geschafft !!

1982

Nach einem Jahr Zugehörigkeit zur zweiten Bundesliga muss die Mannschaft leider in den sauren Apfel beißen und wieder in die Oberliga absteigen.

Es hat sich gezeigt, dass in der zweithöchsten deutschen Ringerliga ohne Verstärkungen nicht zu bestehen ist.

1983

5. Platz in der Oberliga

1984

Vizemeister in der Oberliga

1985

Hans Partsch löst Nasser Salsal als Trainer ab. Die  Mannschaft erreicht den 5. Platz.

1986

Die TSG Nattheim wird erneut Württ. Oberligameister. Im Vor- und Rückkampf wird der bayrische Meister AC Penzberg besiegt und der Aufstieg in die zweite Bundesliga erneut geschafft.

1987

Was niemand geglaubt hatte, wird wahr. Die Nattheimer belegen in der zweiten Bundesliga unter 10 Mannschaften den 5. Platz

1988

Wieder muss die TSG um den Abstieg kämpfen. Punktgleich mit dem TSV Berchtesgaden belegt man wegen des schlechteren Einzelpunktverhältnisses den letzten Tabellenplatz und steigt wieder in die Oberliga ab.

1989 –1992

In diesen Jahren werden in der Oberliga mittlere Tabellenplätze belegt.

1993

wird zum Schicksalsjahr für die Ringerabteilung. Nach 13 Jahren Oberliga- und 2.  Bundesliga - Zugehörigkeit muss die Mannschaft zwangsweise absteigen. Ein hartnäckiger Hautpilz legt fast das gesamte Team aufs Kreuz. Mitte Oktober muss auf ärztliches Anraten der Wettkampfbetrieb eingestellt werden. Die Kämpfe der Rückrunde fallen ganz aus und werden jeweils für die gegnerische Mannschaft mit 40:0 als gewonnen gewertet. Neben Trainer Partsch verlassen vier Leistungsträger den Verein.

1994

Der Abteilungsleitung gelingt es Antonio Iannaccone aus Aalen als neuen Trainer zu verpflichten, der es verstand, die Mannschaft neu zu motivieren.

In der Verbandsliga belegt man einen beachtlichen 3. Platz.

1995

Zum 25-jährigen Jubiläum der Ringerabteilung gelingt der Wiederaufstieg in die Württ. Oberliga. Die beiden letzten Heimkämpfe werden bereits in der neuen Ramensteinhalle ausgetragen.

1996

Die Mannschaft belegt in der Oberliga den 5.Platz. Die Ringerfans haben inzwischen die weiträumige Ramensteinhalle mit ihrem Multi-Foyer akzeptiert. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, die Kämpfe von der Tribüne oder vom bestuhlten Halleninnenraum aus zu verfolgen. Durch die spezielle Ausleuchtung der Wettkampffläche, während der übrige Hallenbereich im Dunkeln liegt, herrscht auch in der größeren neuen Halle wieder eine super Ringkampf -Atmosphäre.

1997

Die Mannschaft belegt in der Württ. Oberliga bedingt durch viele Verletzungen einen etwas enttäuschenden 6. Tabellenplatz.

1998

Erstmalige Ausrichtung der Württembergischen Meisterschaften im Freistil der Männer und der A - / C – Jugend in der Ramesteinhalle.

Auch in diesem Jahr konnten die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt werden. Gegen die beiden Top-Mannschaften aus Neckargartach und Baienfurt wurden Vor- und Rückkampf verloren, so dass es am Saisonende punktgleich mit Nendingen nur zum undankbaren 4. Tabellenplatz reichte.

1999

In diesem Jahr wurde die Württ. Oberliga erstmals in eine Nord- und Südgruppe eingeteilt. In der Nordgruppe belegte Nattheim punktgleich mit Dewangen nur den undankbaren 4. Tabellenplatz und musste in die Play-off-Abstiegsrunde, in welcher man vor Tuttlingen Erster wurde.

2000

Die TSG Nattheim erreichte in der Württ. Oberliga die Play-off-Aufstiegsrunde, belegte dort aber nur den 6. Tabellenplatz.

2001

Zu Beginn des Jahres verließen die Stammringer Eduard Kruse und Jörg Sommer den Verein und Klaus Janitschek verletzte sich im Vorjahr so schwer, dass er den Ringkampfsport aufgeben musste. Die Verantwortlichen standen nun vor der Entscheidung, die Mannschaft zurückziehen oder nach Verstärkungen zu suchen. Mehrheitlich entschied man sich für das Letztere und es gelang mit Thomas Dec und Yilmaz Yildiz sowie drei Ringern aus Italien die Mannschaft wieder oberligafähig zu machen.

Zum Abschluss der Play-off-Aufstiegsrunde zur Regionalliga belegte die TSG Nattheim den 3.Tabellenplatz hinter Kornwestheim und Nendingen.

2002

Zweite Ausrichtung der Württembergischen Meisterschaften im Freistil der Männer und der A - / B - Jugend.

In der Mannschaftsrunde will die Nattheimer Mannschaft in der Württembergischen Oberliga wieder ein gewichtiges Wort um den Aufstieg in die Regionalliga mitreden und den begeisternden Fans hochklassigen Ringkampf – Sport in Nattheim bieten.

 

 

Erfolge von Nattheimer Ringern bei Deutschen Einzelmeisterschaften

1973 Herbert Maurer 3. Platz C - Jugend 44 kg
1977 Herbert Maurer Vizemeister A-Jugend 70 kg
1979 Herbert Maurer Vizemeister Junioren 74 kg
1981 Manfred Esslinger Vizemeister A-Jugend 40 kg
1985 Hans-Dieter Trinkle Vizemeister A-Jugend 56 kg
1987 Jürgen Trinkle 3. Platz A-Jugend 60 kg
1988 Harald Trinkle 3. Platz Junioren 68 kg
1990 Ewald Mayerl Vizemeister B-Jugend 55 kg
1992 Benjamin Sörös Vizemeister C-Jugend 60 kg
1993 Jörg Sommer Vizemeister C-Jugend 60 kg
1995 Jörg Sommer Vizemeister B-Jugend 76 kg
1996 Jörg Sommer Vizemeister A-Jugend 81 kg
1997 Jörg Sommer Vizemeister A-Jugend 88 kg
1999 Jörg Sommer 3. Platz Junioren 97 kg

              

Einsätze in der 1. Mannschaft der TSG Nattheim

Stand Dezember 2008 ( Ü 100)

Auf dem Bild Jürgen Trinkle und Karl-Heinz Koch

bei der Ehrung zum 300 Kampf

Im Hintergrund Joachim Wörner und Jasmin Jack

(Kampfrichterin)

1. Trinkle, Jürgen 301

2. Maurer, Herbert 265

3. Mailänder, Wolfgang 209

4. Schenek, Hans-Dieter 208

5. Esslinger, Hans-Peter 192

6. Hiller, Walter 170

7. Trinkle, Hans-Dieter 165

8. Fonai, Zoltan 159

9. Trinkle, Harald 154

10. Maier, Uwe 150

11. Michael Burger 141

12. Maier, Dieter 127

13. Braun, Bernd 125

14. Esslinger Manfred 111

15. Robert Szabo 107

16. Sen, Özcan 101




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